Tipps für die Mietersuche

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Vermieter haben es nicht immer leicht: sie müssen einen adäquaten Mieter für Ihr Objekt finden und dann noch das Risiko tragen, dass dieser nicht regelmäßig zahlt, die Nachbarn belästigt oder gar die Wohnung beschädigt. Um Mietnomaden und anderen unangenehmen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen, haben wir hier ein paar Tipps für die Suche nach potenziellen Mietern.

 

Gute Vorbereitung

Zu einer optimalen Vorbereitung auf die (Neu-)Vermietung gehört zuallererst die Festlegung des Mietpreises. Achten Sie darauf, dass Sie die Miete nicht über Gebühr hinaus erhöhen und errechnen Sie auch gleich die Nebenkosten. Bei einer Besichtigung ist es gut, wenn Sie den Interessenten korrekte Angaben zu Mietpreis, Neben- und Heizkosten machen können. Außerdem sollten Sie wissen, wie groß die Wohnung genau ist, wie gut die Energieeffizienz in etwa ist (dabei hilft Ihnen der Energieausweis!), ob es Parkmöglichkeiten, Nebenräume, Wasch- oder Trockenräume und eine Hausordnung gibt.

 

Die Annonce

Überlegen Sie sich im Vorhinein, welche Mieter Sie gerne in der Wohnung hätten. Nach der Zielgruppe richtet sich dann auch die Art Ihrer Annonce. Wenn Sie beispielsweise gerne Senioren oder Menschen mit einem festen Einkommen und schon erwachsenen Kindern hätten, ist eine Anzeige in der Tageszeitung empfehlenswert. Für Studenten und jüngere Erwachsene rät sich eine Online-Anzeige auf den einschlägigen Websites. Auch Universitäten bieten Foren zur Wohnungssuche an. Sie könnten auch einen Aushang in der Uni oder in der Stadt (Bücherei, Supermarkt, etc.) machen.

Achten Sie in jedem Fall auf einen aussagekräftigen Text mit allen notwendigen Informationen. Dazu zählen in Kaltmiete, Neben- und Heizkosten gestaffelter Mietpreis, Quadratmeter- und Zimmeranzahl, Lage und Kontaktdaten. Im Internet heben Sie sich von den übrigen Angeboten ab, wenn Sie schöne und informationshaltige Bilder der Wohnung in die Anzeige packen.

 

Besichtigungen

Wenn sich potenzielle Mieter zwecks Besichtigung bei Ihnen melden, ist der richtige Zeitpunkt, um diese um eine Mieterselbstauskunft zu bitten. In einer solchen finden sich sämtliche relevante Informationen zum Interessenten, wie beispielsweise Familienstand, Beruf und Angaben zum vorherigen Mietverhältnis. Ebenfalls ratsam ist es, sich eine schriftliche Einverständniserklärung für einen SCHUFA-Check zu holen. Damit gehen Sie sicher, dass der Interessent auch liquid ist. Laden Sie nur die Bewerber zum Besichtigungstermin ein, die Ihren formellen Kriterien entsprechen. Ob Sie gerne einen Sammeltermin für alle Bewerber oder Einzeltermine machen, bleibt Ihnen überlassen. Der Vorteil von Einzelterminen ist, dass Sie jeden Bewerber gesondert von den anderen kennenlernen können und vermutlich etwas mehr Zeit mit jedem einzelnen haben.

 

Die Entscheidung

Wenn alle Besichtigungen vorbei sind und Sie alle Bewerber kennengelernt haben, müssen Sie sich für einen Kandidaten entscheiden. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie bei der Wahl sowohl die Mieterselbstauskunft, als auch die SCHUFA-Auskunft zu Rate ziehen. Auch Ihr Bauchgefühl und den ersten Eindruck eines Mieters sollten Sie hinzuziehen. Wichtig ist, dass Ihr Mieter eine zuverlässige und ehrliche Person ist und Sie ein gutes Gefühl bei der Sache haben. Ganz kann man unschöne Zwischenfälle nicht vermeiden, aber die eigene Menschenkenntnis und die zuvor vom Bewerber eingereichten Informationen sollten so etwas weitgehend ausgrenzen. 

 

Bild: Fotolia / Fabio Balbi