Checkliste zur Wohnungsbesichtigung

Sie haben sich überlegt, wie Ihr zukünftiges Heim aussehen soll, nun geht es ans Besichtigen.
Worauf Sie hier achten müssen, damit Sie keine Fehlentscheidung treffen, erfahren Sie hier.

 

Das Besichtigen einer Wohnung birgt eine Menge Schwierigkeiten: Man ist aufgeregt, weil man sich dem Vermieter möglichst positiv präsentieren möchte, man will keinesfalls irgendwelche Mängel an der Wohnung übersehen, man möchte natürlich möglichst viel von der Wohnung und dem Haus sehen und gleichzeitig stellt man sich schon vor, wie die eigenen Möbel in den leeren Räumen aussehen könnten. Damit Sie hier nicht den Überblick verlieren, haben wir eine Checkliste erstellt, in der Sie alle wichtigen Fragen finden. So können Sie entspannt die Wohnung besichtigen und vergessen nicht, alle für einen potenziellen Einzug bedeutenden Punkte zu klären.

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  • Gibt es eine Courtage oder ähnliche Kosten für Makler etc., die Sie mit einrechnen müssen?

  • Wie ist ihr erster Eindruck von der Umgebung?
    Machen Sie doch vor der ersten Besichtigung einen Spaziergang durch die anliegende Wohngegend.
    Die gibt oftmals einen groben Überlick welche Einkaufmöglichkeiten und Verkehranbindung sich in der Nähe befinden. So können Sie sich auch ein Bild von der Umgebung machen.
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  • Ist das Haus in einem guten Zustand? Sind die Flure und das Treppenhaus gepflegt?

  • Ist der Vermieter ein Mensch, mit dem Sie auch längerfristig zurechtkommen?
    Wenn die Harmonie stimmt, ist vieles einfacher. Gerade ein geschäftliches Verhältnis wie das zwischen Vermieter und Mieter birgt Konfliktpotenzial. Wenn Sie sich von Anfang an sympathisch sind, ist die Gefahr eines Zerwürfnisses wegen der Mietsache gering.

  • Wie sind die Nachbarn?
    Das lässt sich in den meisten Fällen nur dann herausfinden, wenn der Vormieter die Besichtigung führt oder der Vermieter mit im Haus wohnt. Fragen Sie ruhig nach dem Verhältnis unter den Nachbarn und nach dem Vermieter. Eine gute Hausgemeinschaft ist Gold wert!

  • Gibt es Mängel in der Wohnung, die der Vermieter nicht erwähnt?
    Spricht der Vermieter von Anfang an offen mit Ihnen über Mängel, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass er auch in Zukunft unkompliziert damit umgehen wird. Wenn er versucht, etwas zu verschweigen, ist das generell eher kein Indikator für einen pflichtbewussten Vermieter.

  • Muss vor oder nach Einzug in näherer Zukunft etwas renoviert/erneuert werden?
    Prüfen Sie die Wohnung unbedingt auf veraltete Technik/Einbauten, sollten Sie renovierungsbedürftige Räume oder Armaturen finden, sprechen Sie mit dem Vermieter! Es muss geklärt werden, ob die Renovierung vor Einzug stattfindet und in welchem Umfang Sie mitsprechen dürfen. Eventuell kommen weitere Kosten auf Sie zu.
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  • Wie hoch sind die Nebenkosten und was genau ist darin enthalten?
    Zu den unvermeidlichen Nebenkosten zählen Heizkosten (auch der Schornsteinfeger), Wasserkosten (verbrauchtes Wasser, Kosten für Wasseruhr, ggf. Wasseraufbereitungsanlage, Abwasser), Gebühren für die Müllabfuhr, Kosten für die Straßenreinigung, Grundsteuer.
    Falls Hausmeisterdienste in Anspruch genommen werden, fallen auch hier Kosten für einen Hausmeister oder Reinigungs- und Gartenarbeiten an.

  • Welche Heizungen gibt es und wie gut sind Fenster und Dämmung?

  • Muss das Treppenhaus geputzt werden oder gibt es eine kostenpflichtige Putzkraft?

  • Dürfen Tiere in der Wohnung gehalten werden?
    Diesen Punkt müssen Sie selbstverständlich nur dann abklären, wenn Sie bereits ein Tier haben oder überlegen, sich eines anzuschaffen.

  • Erfüllt die Lage der Wohnung Ihre infrastrukturellen Ansprüche und gefällt Sie Ihnen?

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Text: Vanessa Höfner